»Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.«

– Oscar Wilde

Unterstützung durch unsere

Palliative-Care-Fachkräfte

Für die Beratung zur Versorgung Ihrer schwerkranken Angehörigen zu Hause, im Pflegeheim, in einem Krankenhaus oder auf der Palliativstation des Klinikums Ingolstadt stehen Ihnen unsere ausgebildeten Palliative Care Fachkräfte gerne zur Verfügung.

Sie sind in der Lage, einfühlsam die Bedürfnisse am Lebensende und im Abschied zu erkennen und zu berücksichtigen. Dies kann sowohl telefonisch geschehen, als auch durch einen persönlichen Besuch vor Ort.

Die ambulante Versorgung soll den Verbleib in der Häuslichkeit ermöglichen und erkrankungsbedingte Krisensituationen auffangen, welche sonst zu Krankenhauseinweisungen führen würden.

Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Erkrankung vielleicht stellen:

  • Welche medizinische und pflegerische Versorgung kann zu Hause organisiert werden?
  • Ist eine zusätzliche Kontaktaufnahme zum Hausarzt erwünscht?
  • Welche Art der Versorgung (AAPV oder SAPV) ist die richtige Form?
  • Ist die Unterstützung durch einen Pflegedienst ausreichend?
  • Welche Hilfsmittel werden benötigt?
  • Welche Pflegestufe ist nötig?
  • Ist die Begleitung durch einen ausgebildeten Hospizhelfer erwünscht?

 

Es gibt zwei ambulante palliative Versorgungsformen, die AAPV, die Allgemeine Ambulante Palliative Versorgung und die SAPV, die Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung. Beide Versorgungsformen richten sich an schwerstkranke und sterbende Menschen, die bis zu ihrem Tod in vertrauter Umgebung bleiben möchten. Dies kann zu Hause oder in einer stationären Pflegeeinrichtung sein.

Gleichzeitig soll die Lebensqualität und die Selbstbestimmung erhalten werden. Eine weitere Besonderheit der palliativen Versorgung ist, dass das soziale Netz des Schwerstkranken, insbesondere die nahen Angehörigen, beachtet und einbezogen werden. Oberstes Gebot einer palliativen Behandlung besteht darin, die Bedürfnisse, Wünsche und Würde der Patienten zu beachten
. Aktive Sterbehilfe und palliative Behandlung schließen sich aus.

Was ist AAPV?

Die Allgemeine Ambulante Palliative Versorgung (AAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Palliativpatienten so weit wie möglich zu erhalten und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, zu Hause sowie in stationären Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen.

Die AAPV bedarf keiner Verordnung durch einen Arzt. Die Finanzierung erfolgt durch die Kranken- bzw. Pflegekassen.

Die AAPV ist derzeit vom Gesetzgeber noch nicht umgesetzt.

Geschulte ehrenamtliche Hospizbegleiter werden je nach Bedarf aktiv eingebunden. Reichen die therapeutischen Möglichkeiten nicht aus, um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden, sind die Strukturen der Spezialisierten Ambulanten Palliativen Versorgung (SAPV) einzubeziehen.

 

Was ist SAPV?

Etwa 80% der Bundesbürger äußern in Umfragen den Wunsch, zu Hause sterben zu wollen. Tatsächlich aber sterben fast 80% der Menschen in den Ballungsräumen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Seit dem 1. April 2007 haben alle gesetzlich Krankenversicherten Anspruch auf die Spezialisierte Ambulante Palliative Versorgung. Das bedeutet, schwer erkrankte Betroffene können am Ende Ihres Lebens die Hilfe eines ambulanten Palliativteams in Anspruch nehmen. Auch in Ingolstadt und den benachbarten Landkreisen (Region 10) ist ein SAPV Team realisiert und im Einsatz. Damit ist das palliative Versorgungsnetzwerk in der Region sehr gut ausgestattet.

Hier kann die SAPV einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass der Lebensort des Einzelnen auch wieder zum Sterbeort wird. Denn die SAPV ermöglicht eine der Palliativstation vergleichbare Versorgung im eigenen Haushalt. Der Hospizverein Ingolstadt e.V. ist als einer der beiden Hauptgesellschafter der SAPV (26%) und als starker Kooperationspartner bei der Betreuung der Patienten eine wesentliche Stütze.

Gesetzlich Krankenversicherte haben einen Anspruch auf die Versorgung durch die SAPV. Die Finanzierung erfolgt durch die Krankenkassen.

Weitere Informationen unter: www.sapv-region10.de